Jahresabonnement hier bestellen

HistoMap Berlin – Ein historischer Kartenschatz Berlins

HistoMap Berlin – A historic treasure maps Berlin

Matthias Möller, Andreas Matschenz, Eduard Gert, Rene Pikulla und
Andreas Walter, Berlin

Viele historische Kartenwerke liegen in Kartenarchiven und können daher nurbeschränkt genutzt werden. Zudem beschädigt der Gebrauch die Karten überdie Zeit. Mit dem Webmapping „HistoMap Berlin” wurden analoge, historischeKarten Berlins in eine digitale, georeferenzierte, internetbasierte Kartenumgebunggeladen. Von dort können sie über das WWW in einem Geobrowser aufgerufen und am Bildschirm dargestellt werden. Die Karten können transparentgeschaltet werden, so dass visuelle Vergleiche verschiedener Zeitschnittemöglich sind. Eine Adresssuche ermöglicht das Finden von bestimmten Orten.

A huge number of historic maps are stored in libraries and archives. However,the access to these maps is limited. Moreover, the manual usage somehowcauses damages to these valuable and in some cases unique maps. With “HistoMapBerlin” a webmapping project has been realized, presenting analog,historical maps of Berlin now in a digital, georeferenced, Internet-based mappingenvironment. The maps can be accessed through the WWW and they aredisplayed in a geobrowser on the computer screen. HistoMap Berlin providesseveral tools for the interactive exploration of maps, e. g. maps can be turnedtransparent allowing the visual compare at different times. A search foraddresses enables the user to find a specific location conveniently.

 

 

Cloud-Mapping im Krisenmanagement

Cloud Mapping for Crisis Management

Matthias Möller, Berlin; Sven Fuhrmann, Fairfax (USA)

Volunteered Geographic Information (VGI) wird meist mit dem OpenStreet-Map (OSM) Projekt in einem Atemzug genannt. OSM ist eine Mapping Plattform, die weltweit Geodaten anbietet. Diese Daten sind frei von kommerziellen Interessen und bieten sich somit für alle Arten von Kartendarstellungen, nicht nur im Internet an. So werden OSM Geodaten auch von Hilfsorganisationen dann verwendet, wenn es darum geht, im Krisenfall schnelle, verlässliche Informationen zur Orientierung und Planung auf Kartenbasis zu erstellen. Allerdings ist die OSM Datenbasis in weiten Teilen der Erde nicht oder nur sehr wenig detailliert ausgebaut. Während des Ebola Ausbruchs im Jahr 2014 wurde das Fehlen von validen Geodaten in der Region Westafrika offensichtlich. Als Konsequenz haben verschiedene Hilfsorganisationen Programme ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, möglichst schnell und koordiniert die Lücken in den defizitären Gebieten zu schließen. In speziellen „Mapping Events“ (Mapathons, Mapping Parties) werden exakt definierte räumliche Aufgaben von Freiwilligen abgearbeitet, um Infrastrukturen systematisch zu erfassen und so die OSM Datenbasis für die betroffenen Gebiete schnell auszubauen. Das „Missing Maps Project“ ist eine Initiative des amerikanischen Roten Kreuzes und wird hier beispielhaft vorgestellt für die gesteuerte Organisation einer Kampagne zur schnellen und effizienten Datenerfassung im Krisenmanagement.

Contributing volunteered geographic information (VGI) to open geodatabases has become a contemporary activity not only within the geoinformation domain. Especially the OpenStreetMap (OSM) project provides a global platform for volunteered geoinformation and is the international leader in open geodatabase development. Everyone can collect, edit and disseminate OSM geodata, making it one of the biggest mapping projects and freely available geodatabases. Non-governmental organizations (NGOs) have realized the power of volunteered geographic information and the potential for gathering affordable and time-critical geoinformation through OSM. Past crisis situations have often shown the lack of up-to-date geoinformation for disaster response – most recently the Ebola outbreak in 2014. Thus, NGOs have started to developing mapping events, often called mapping parties or Mapathons. Volunteers meet in person or online during a Mapathon and map large regions for three to four hours. These activities help closing the gap in the global geodatabase coverage and provide critical, up-to-date information to crisis managers and first responders. Missing Maps, a VGI project by the American Red Cross is used in this manuscript to describe the process, limitations and opportunities of Mapathons in the realm of crisis management.

Lizenzen in freier Wildbahn

Licenses in the wild

Markus Mayr, Wien (Österreich)

Das OpenStreetMap Projekt hat sich nicht nur in der GIS Welt als eines der Vorzeigeprojekte für „Volunteered Geographic Information“ (VGI) einen Namen gemacht. Es ist Bereitsteller und Datensammler einer weltumspannenden Datenbank für Landkarten und anderer geoinformationstechnischen Lösungen. In diesem Artikel wird auf die mit dem Projekt verbundenen Lizenzen eingegangen und es werden Beispiele einer möglichen Interpretation derselben zur Umsetzung einer Web-Applikation mit OpenStreetMap Hintergrund erläutert. Die hier genannten Darstellungen sind, so nicht anders angeführt, Interpretationen des Autors und bedürfen bei tatsächlicher Anwendung der Kontrolle durch einen Juristen.

The OpenStreetMap project is well known as an exemplary implementation of „Volunteered Geographic Information“ (VGI), not only within the domain of GIS. It gathers and provides worldwide data for maps and other geoinformatical solutions. This paper provides insights into licensing issues when dealing with data from OpenStreetMap. Furthermore an example of a web application integrating OpenStreetMap is given. If not specified otherwise, the views described here are interpretations of the author and should be verified by a lawyer if applied.

Visuelle Analysemethoden für Blitz-Clustern als Fallbeispiel für räumlich ausgedehnte Phänomene

Visual analytical approaches for lightning clusters as a case of spatially
extended dynamic phenomena

Stefan Peters, Johor Bahru (Indonesia); Liqiu Meng, Munich

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der visuell-analytischen Untersuchung von dynamischen Blitz-Daten. Durch räumlich-zeitliches Gruppieren von individuellen Blitzereignissen entstehen Blitz-Cluster und Trajektorien welche eine bestimmten Art von sich bewegenden Geoobjekten repräsentieren, und zwar räumlich ausgedehnte Objekte beziehungsweise Phänomene. Es werden verschiedene visuell-analytische Lösungen vorgestellt, welche dazu dienen, die Komplexität von Blitz-Trajektorien zu untersuchen und zu vergleichen.

This article focuses on the visual analytical approaches for exploring the dynamics of lightning data. The spatio-temporal clustering of individual lightning events can reveal lightning clusters and trajectories which represent a specific type of moving geoobjects, namely the spatially extended objects or phenomena. Several visual analytical solutions are offered for exploring and comparing the movement complexity of lightning trajectories.