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Die Stadt in 3D – Modellierung und Präsentation

The City in 3D – Modelling and Presentation

Ingrid Jaquemotte, Oldenburg

Viele Städte nutzen heute virtuelle 3D-Stadtmodelle. Dabei spielen unterschiedliche Zielsetzungen eine Rolle. Neben der reinen Präsentation werden sie zunehmend für Fachaufgaben eingesetzt, die eine 3D-Geometrie der Gebäude verlangen. Der Beitrag erläutert zunächst die Anforderungen verschiedener kommunaler Fachdienste an ein 3D-Stadtmodell. Anhand von praktischen Beispielen werden dann aktuelle Techniken der Modellierung und graphischen Gestaltung vorgestellt. Alle Beispiele entstanden im Rahmen von studentischen Projekten und Abschlussarbeiten der Jade Hochschule
Oldenburg.

Nowadays many municipalities are using virtual 3D city models for various tasks. They are no longer applied for presentation purposes only, but also for applications requiring real 3d geometry. The article deals with requirements for a 3D city model in various disciplines and explains state of the art technologies for their modelling and graphical design. All results arise from students’ projects und theses at Jade University for Applied Sciences at Oldenburg.

Visualisierung von 3D-Gebäudemodellen – Welche Ansprüche stellt die Planung an dreidimensionale Stadtansichten?

Digital 3D Building Models – Which Demands have Planners?

Frank Dickmann, Sven Dunker; Bochum

Mit 3D-Gebäudemodellen steht ein Instrumentarium zur Verfügung, das städtebauliche Strukturen anschaulich vermittelt. Der Beitrag stellt Potenziale und Restriktionen heraus, die den Umgang mit 3D-Gebäudemodelle in der praktischen Planungsarbeit bestimmen. Ergebnisse einer Expertenbefragung machen deutlich, dass die Verwendung von dreidimensionalen Modellen innerhalb des Planungsgeschehens viele Vorteile zu bieten scheint. Dennoch wird auch deutlich, dass im Planungsprozess die Bedeutung der einzelnen Visualisierungsaspekte einer kartographischen 3D-Gebäudedarstellung, wie z.B. die Detailstufe oder der Texturierungsgrad der Modelle, differenziert einzuschätzen ist. Mit Ausnahme von öffentlichen Präsentationsaufgaben sind 3D-Gebäude-Ansichten in LoD2 (level of detail) oder auch nur in LoD1 für Planungsexperten oft schon ausreichend.

Digital 3D-models of buildings are used to illustrate urban planning scenarios in a realistic way. This paper presents the potentials and restrictions that determine the usage of 3D-models in city planning. The results of an expert survey indicate that 3D-models might offer benefits in city planning. Nevertheless, one should take a nuanced view when evaluating the impacts of the single visualisation aspects in these cartographic 3D-models, such as the level of detail or the degree of texture. Besides public presentations, views of 3D-buildings in LoD 2 or even LoD1 are sufficient for planning experts.

Multiple Alternativen zur Konstruktion und Gestaltung von Weltkarten

Multiple Alternatives to Construct and Design World Maps

Julia Mia Stirnemann, Bern

Beim Erstellen von Weltkarten wird meist der Äquator im horizontalen Zentrum abgebildet. Die neu entwickelte Software Worldmapgenerator ermöglicht das Generieren von Weltkarten, wobei das im Bildmittelpunkt abgebildete geografische Zentrum mit einem beliebigen Kartennetzentwurf kombiniert werden kann. Für die Gestaltung der Weltkarte steht eine breite Auswahl an Gestaltungsparametern zur Verfügung. Die öffentlich zugängliche Software ist für ein Publikum unterschiedlicher Disziplinen konzipiert, wobei über verschiedene Interaktionsmöglichkeiten und dem nutzerfreundlichen Interface durch verschiedene Anwendungen geführt wird. Die Konstruktion und Gestaltung von Weltkarten wird dabei durch interaktive Modelle und generative Abläufe in einem iterativen Prozess vermittelt.

Whenconstructing world maps the equator is usually depicted as the horizontal centre. The newly developed software worldmapgenerator allows the generation of world maps where the geographic centre in the principal point can be combined with a random map projection. A large variety of parameters is available to design world maps. The publicly available software is meant for an audience of diverse backgrounds as various interactive options and a user friendly interface guide you through different applications. Interactive models and generative courses in an iterative process impart the construction and design of world maps.

Traditional Map Design vs. Info Graphics: Motivating Students to Reveal their Talents

Klassisches Kartendesign versus Infographik hilft, kartographisches Können der Studierenden umfassend zu beurteilen

Gertrud Schaab, Karlsruhe

A student assignment within the concluding module on map compilation is taken to elaborate on the difference between maps (cartography) and info graphics (information design). By describing the task and approach, the various skills adding to the outcomes – a more traditional newspaper map and an appealing info graphics each for up to now 47 distinct topics – are demonstrated and discussed. This is meant to highlight the still existing need of important original carto-graphic skills in the otherwise rather IT-focused training of nowadays.

Eine Studienarbeit im abschließenden Modul zu Kartenredaktion und -entwurf dient dazu, den Unterschied zwischen Karte (Kartographie) und Infographik (Informationsdesign) herauszuarbeiten. Indem hier Aufgabe und praktische Ausführung beschrieben werden, können die verschiedenen Fertigkeiten aufgezeigt und diskutiert werden, welche zu den Ergebnissen beitragen: eine klassisch gehaltene Pressekarte sowie eine ansprechende Infographik für bislang 47 unterschiedliche Themen. Dies erlaubt, den nach wie vor bestehenden Bedarf wichtiger, originär kartographischer Befähigungen in einer heute stark IT-fokussierten Ausbildung herauszustellen.