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TopPlus – von der detaillierten Stadtkarte bis zur europaweiten Übersichtskarte

TopPlus – from detailed City Maps to General Maps of Europe

Peter Kunz, Frankfurt am Main

Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) hat u.a. die Aufgabe, andere Bundesbehörden und -einrichtungen mit der Bereitstellung geeigneter geotopographischer Informationen in Form von Daten und Diensten zu unterstützen. Das Verfahren TopPlus wurde entwickelt, um das Angebot zukünftig mit der Bereitstellung aktueller Karten – von der detaillierten Stadtkarte bis hin zur europaweiten Übersichtskarte – zu erweitern. Die Daten und Dienste zeigen Europa in den kleinen und mittleren Maßstäben und Deutschland und das Gebiet der angrenzenden Nachbarstaaten bis zu den größten Maßstäben bzw. Zoomstufen. Für die Ableitung der Karten wird weitgehend Open Source Software eingesetzt. Die gleiche Technik wird auch beim OpenStreetMap-Projekt (OSM) für die Herstellung der Hauptkarte verwendet.

The Federal Agency for Cartography and Geodesy (BKG) will extend the range of products to topographic map data produced with a new technique called TopPlus. This technology allows to render maps automatically from vector data. By this process it is possible to produce topographic map data for viewing services, but also topographic maps in print quality. The derived maps will show Europe in small and medium scales and the area of Germany together with a surrounding area up to the highest zoom levels or largest scales. The maps are based on the spatial data from the Federal States and the BKG, European spatial data from EuroGeographics and OpenStreetMap data. For the derivation of the map graphics – the rendering of the map – we make extensive use of Open Source Software. The same technique is also used in the OpenStreetMap project (OSM) for preparing the main map.

Nicht-photorealistische Darstellungen zur Präsentation und Kommunikation in der Innenraumnavigation

Non-photorealistic Visualizations for Communicating Indoor Navigation Information

Mathias Jahnke, München; Jukka M. Krisp, Augsburg; Florian Fackler, München

Die Darstellung von Innenräumen findet eine immer größere Verbreitung, so enthalten heute die bekannten Internetkartendarstellungen auch immer mehr Informationen über die Aufteilung des Gebäudeinneren. Mit diesem Beitrag wollen wir uns von der zweidimensionalen Darstellung des Gebäudeinneren lösen und eine informationsreduzierte dreidimensionale Darstellung vorstellen, die sich an den Grundzügen der nicht-photorealistischen Visualisierung orientiert. Neben dem Gebäudeinneren werden auch Navigationshinweise in die Darstellung integriert. Ein Nutzertest mit Gebäuden der Technischen Universität München gibt Aufschluss darüber, ob diese Art der Darstellung von der Nutzergruppe der Studenten angenommen wird und ihnen hilfreich bei der Wegfindung im Gebäude ist. Der Nutzertest hat ergeben, dass diese Art der Darstellung für ihre Klarheit gelobt und der Nutzer bei seiner Navigationsaufgabe unterstützt wird, jedoch der Grad der Detaillierung der (Innenraum-) Darstellung weiterer Untersuchungen bedarf.

In this paper we focus on the visualization and communication of routing information within indoor environments. We investigate the visualization of routing information by applying a non-photorealistic visualization approach. The representation of interiors includes information about the division of the building‘s interior. In addition to the indoor features, navigation instructions need to be displayed and integrated into the presentation. We integrated parts of the Technical University of Munich main building into a Windows 7.8 smartphone application. A user study within this area provides information about whether adopted this type of representation of the user group. Users include students and staff members working and studying within this building. Initial results show that the non-photorealistic visualization of the building interior and the navigation information fits the user needs when navigating in an unfamiliar part of the building. In particular the clarity of the visualization was emphasized. Additionally the study has shown that more research has to be carried out to avoid an information overflow and balance the amount of details shown in the display.

Six Years Operational Processing of Satellite data using CATENA at DLR: Experiences and Recommendations

Erfahrungen und Empfehlungen aus sechs Jahren operationeller Verarbeitung von optischen Satellitendaten mit CATENA am DLR

Thomas Krauß, Oberpfaffenhofen

In this article we present the fully automatic processing system CATENA developed at DLR together with experiences and suggestions from six years of operational use. CATENA has been developed since 2007 as a multi-purpose, fully automatic processing system for optical satellite image data. It is used in many projects for operational mass-processing and re-processing of similar satellite data for large coverages or long time-series as requested.

In diesem Artikel stellen wir das automatische Prozessierungssystem CATENA des DLR zusammen mit Erfahrungen und Empfehlungen aus sechs Jahren operationeller Anwendung vor. CATENA wird seit 2007 als universelles Prozessierungssystem für optische Satellitendaten entwickelt und in vielen Projekten operationell angewandt, um den vermehrten Anforderungen nach (Re-)Prozessierung vieler gleichartiger Satellitendaten einer großen Abdeckung oder für Zeitreihen über lange Zeiträume gerecht werden zu können.

Generalisierung sehr großer Datenbestände mittels Partitionierung

Generalization of Large Data Sets by Partitioning

Monika Sester, Hannover

Im Beitrag wird ein Ansatz vorgestellt, wie der Generalisierungsprozess der Verdrängung auf sehr beliebig große Datenbestände angewandt werden kann. Hierfür wird der Datensatz in einzelne Teile untergliedert, die sich in kurzer Zeit und mit verfügbaren Ressourcen bearbeiten lassen. Das Problem besteht in der anschließenden Kombination der Teilergebnisse. Es wird dargestellt, dass für die Prozessierung von Teilen des Datensatzes eine Ränderung erforderlich ist, um den sog. räumlichen Kontext zu integrieren. Die Größe des erforderlichen Randes wird empirisch bestimmt. Der Gesamtprozess wird anhand eines größeren Gebietes vorgestellt. Das Verfahren lässt sich auch auf die inkrementelle Fortführung von Daten anwenden.

The paper presents an approach for solving generalization operations on arbitrary large data sets. Typically, generalization operations can process only a limited number of objects at a time. Thus, a large data set has to be partitioned into separate entities, which can be processed independently. As generalization operations typically have neighboring effects, a simple partitioning into regular tiles is not possible. Thus, the tiles have to be buffered in order to include the spatial context. In the paper investigations are shown to determine the size of the required buffer in order to make sure, that the combined result of the individual processes are consistent. This approach is presented for a larger data set. It will further be shown that the partitioning method can also be used for the incremental update of data.

Interaktive Kartengrafik als Werkzeug in der Immobilienvermarktung – Entwicklung eines Geoinformationssystems für Einzelhandelslagen im Projekt „Understanding Retail Destinations“

Interactive Mapping Tool for the Real Estate Market – Development of a Geographic Information System for Commercial Property as a Part of the Project ‚Understanding Retail Destinations‘

Obwohl zu Zwecken der Immobilienvermarktung die Lage eines Objektes ein entscheidendes Vertriebsargument ist und damit Informationen zum Raumbezug von zentraler Bedeutung sind, kommt der Verwendung von Geodaten und Geoinformationssystemen (GIS) in diesem Marktsegment bisher eine weitestgehend untergeordnete Rolle zu. Die Präsentation von Objekten in Form von Karten reduziert sich nicht selten auf eine entsprechende Markierung in Google Maps oder Bing-Karten. Mit dem Ziel, diese Lücke zu schließen und die Potenziale moderner Geodaten-Verarbeitung zu nutzen, hat der Immobilienkonzern CBRE das Projekt „Understanding Retail Destinations“ ins Leben gerufen und mithilfe der Fachhochschule Frankfurt a.M. eine unternehmensweite Geodateninfrastruktur aufgebaut, die zunächst auf den Bereich der Einzelhandelsimmobilien fokussiert. Damit soll sowohl Maklern als auch Investoren ein kartenbasierter Einblick in die wichtigsten Märkte vermittelt werden. Der vorliegende Beitrag skizziert die Zielsetzungen und Rahmenbedingungen des Projektes und gibt einen Einblick in die methodische Umsetzung.

Although the location of an retail object is an essential marketing issue, the use of geodata and GIS has not been substantially used in the area of real estate management. Presentation of objects in terms of maps is usually given in terms of locations in Google or Bing maps. To exploit the potential of modern geodata processing, the real estate services firm CBRE has initiated the project “Understanding Retail Destinations” and set up a geodata infrastructure together with the University of Applied Sciences in Frankfurt a.M. The project initially focuses on retail sale properties. In this way both estate agents and investors are given a map based view of the most important market destinations.