Cross Media Maps – Funktionsweise und Potenzial optischer Kodierungen für gedruckte Karten

Cross Media Maps – Functionality and Capability of Optical Codes in Paper Maps

Frank Dickmann, Martin Siedlaczek; Bochum; Andreas Salewski, Dortmund

Die Verknüpfung von Druckerzeugnissen mit digitalen Interaktionsformen, wie sie zurzeit durch den Einsatz von Bilderkennungssoftware etwa auf Smartphones zunehmende Verbreitung finden, eröffnet neue Perspektiven in der Nutzung von Karten. Für die digitale Informationsvermittlung erweist sich die kartographische Integration von QR-Codes (Quick Response Code) aufgrund der einfachen Erstellung, der weiten Verbreitung der Lesegeräte und des Bekanntheitsgrads bei den Kartennutzern als besonders günstig. Am Beispiel eines aufbereiteten Lageplans wird deutlich, wie sich Papierkarten mit Hilfe von QR-Codes thematisch anreichern lassen.

At present, the linkage of print media with digital interaction forms is increasingly used to get information very quickly. Modern pattern recognition software, which is implemented, for instance, on smartphones, opens up new perspectives for map use. The cartographic integration of QR codes (quick response code) proves particularly favorable for digital information transfer, because QR codes are easy to generate on the one hand, and QR readers are widely-used on smartphones on the other hand. The example of a university site map shows, how traditional paper-based maps can be thematically enriched by QR code interfaces.

Die Landesaufnahme in Ostdeutschland von 1934 bis 1945

Land Surveying and Mapping in Eastern Germany from 1934 to 1945

René Pfahlbusch, Dresden

Der Aufsatz gibt einen Überblick über die Entwicklung der Landesaufnahme im Gebiet des Deutschen Reiches östlich der heutigen Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich nach der Verkündung des Gesetzes über die Neuordnung des Vermessungswesens 1934 bis zum Zusammenbruch 1945.

The essay gives an overview of the development of the land surveying and mapping in the area of the German Reich east of the present-day Federal Republic of Germany and the Republic of Austria after announcing the law over the reorganisation of surveying from 1934 up to the collapse in 1945.

Automation of Compiling Dot Density Maps

Zur Automatisierung der Konstruktion von Punktdichtekarten

Norbert Agárdi, Budapest (Hungary)

The designing of thematic maps has changed dramatically with the appearance of GIS software. The technological environment has been completely modernized. Thematic maps can be produced faster, but the authors often cannot reach the visualization level that traditional cartography could perform. The example of the density map created with a technical process can solve the problems, and gives the possibility that cartographers and programmers answer this challenge.

Die Gestaltung thematischer Karten hat sich mit dem Aufkommen der GIS-Software dramatisch verändert. Die technologische Umgebung ist komplett modernisiert worden. Thematische Karten können zwar schneller produziert werden, doch die Autoren können den Veranschaulichungsgrad herkömmlicher Karten kaum erreichen. Das vorgestellte Beispiel einer Dichtekarte, die im Rahmen eines technischen Prozessablaufs erstellt wurde, kann Probleme lösen und zeigt eine Möglichkeit auf, wie Kartographen und Programmierer dieser Herausforderung begegnen können.

Geodaten für alle – Scheitert dies am Datenschutz?

Spatial Data for Everyone – Doomed by Privacy Protection?

Dietrich Diez, Stuttgart; Ernest McCutcheon, Karlsruhe; Michael Rösler-Goy, München

Der Geodatenmarkt hat in den letzten Jahren langsam begonnen, sich von urheberrechtlich begründbaren Restriktionen zu lösen. Vor allem bedingt durch Richtlinien der Europäischen Union und begleitet von Aktivitäten von OpenStreetMap hat er sich bewegt in eine Richtung mit dem Ziel „Geodaten für alle“. Auf dem Weg zu diesem Ziel ist ein unerwartetes Hindernis aufgetaucht: das Datenschutzrecht. Luftbilder mit hoher Bodenauflösung und die systematische Erfassung von Häuserfassaden haben die amtlichen Datenschützer Alarm schlagen lassen und die Frage aufgeworfen: gefährden Geodaten das Persönlichkeitsrecht der Menschen? Der Beitrag kommt zum Ergebnis, dass die Verwaltung einen gesetzlichen Auftrag zur Bereitstellung und Verwendung von Geodaten hat. Dieser spezialgesetzliche Auftrag hat Vorrang gegenüber den allgemeinen Datenschutzgesetzen. Bei einem verantwortungsvollen Umgang der Wirtschaft mit Geodaten wird das Persönlichkeitsrecht ebenfalls nicht tangiert.

Over the last years the market for spatial data has slowly begun to free itself from copyright-based restrictions. Due especially to regulations of the European Union and accompanied by the activities of OpenStreetMap, the market is moving in the direction of “spatial data for everyone”. An unexpected obstruction has appeared on the path to this goal: Privacy Protection regulations. Aerial images with high ground resolution and the systematic collection of building fronts have made government data protection officials sound the alarm and have raised the question: do spatial data endanger a person’s personality rights? This article comes to the conclusion, that government agencies have the mandate to make available and use spatial data. This specialized legal mandate has priority over general data protection laws. If commercial interests use spatial data responsibly, then the personality rights of individuals will also not be affected.