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At the Intersection of Maps and Emotion: The Challenge of Spatially Representing Experience

Zur Schnittstelle von Karte und Emotion: Die Herausforderung, Erlebnisse räumlich darzustellen von Diagrammen

Amy L. Griffin, Julia McQuoid; Canberra, Australia

Only relatively recently have cartographers taken up the emotional component of the human relationship with space. Calls for a more humanized version of geospatial technologies have been heard since the mid 1990‘s (Pickles, 1995). However, only a relatively small proportion of cartographic efforts have been made in this direction because, perhaps, of the difficulties in data collection and representation that mapping emotion entails. This paper reviews recent  humanistic cartography, including the representation of emotion in maps as well as the use of maps to collect emotional data. The role of maps in evoking  emotion in map readers is also discussed. Finally, potential future intersections of cartography and emotion are explored. We argue that the time is ripe in  cartography to engage with this element of human experience, as new data   collection methodologies and Web 2.0-derived data sources provide the  potential to open up whole new worlds for cartographers to more fully map the  human experience, including emotions, and in so doing, to make a significant contribution to a richer understanding of human geographies.

Erst seit Kurzem haben Kartographen die emotionale Komponente in der Mensch-Raum-Beziehung zur Kenntnis genommen. Rufe nach einem  menschlicheren Verständnis raumbezogener Technologien wurden seit Mitte  der 1990er-Jahre laut (Pickles, 1995). Dennoch zielte nur ein relativ kleiner Teil der kartographischen Anstrengungen in diese Richtung, vielleicht wegen der Schwierigkeiten bei der Datengewinnung und -repräsentation, die eine  kartographische Darstellung von Gefühlen in sich birgt. Dieser Beitrag gibt eine Einschätzung einer menschorientierten Kartographie sowohl bei der Darstellung von Emotionen in Karten als auch beim Gebrauch dieser Karten, um aus ihnen emotionsbezogene Daten zu gewinnen. Auch die Rolle, die eine Karte bei der Auslösung von Emotionen beim Kartenleser spielt, wird diskutiert. Schließlich werden zukünftig mögliche Schnittstellen von Kartographie und Emotionen untersucht. Wir behaupten, dass die Zeit für die Kartographie reif ist, sich mit diesem Aspekt menschlicher Erfahrungen auseinanderzusetzen. Denn eine  neue Methodenlehre der Datengewinnung und aus dem Web 2.0 abgeleitete  Datenquellen bergen das Potential, den Kartographen ganz neue Welten zu  eröffnen, um menschliche Erfahrungen und Gefühle vollständiger in Karten  darzustellen. Damit können sie einen bedeutenden Beitrag zu Damit können sie einen bedeutenden Beitrag zu einem reicheren Verständnis der  Humangeographie leisten.

Gedanken zu einer Historiographie der Geschichte der Kartographie

Reflections on a History of the History of Cartography

Markus Heinz, Berlin

Der folgende Beitrag geht der Frage nach, wann und mit welcher Fragestellung, in welchem fachlichen Umfeld und daraus resultierendem Blickwinkel über die Geschichte der Kartographie publiziert wurde. Aufbauend auf einer Analyse der zentralen Fragestellungen von Werken zur Geschichte der Kartographie sollen im Folgenden Strömungen der Forschungsgeschichte herausgearbeitet und chronologisch eingeordnet werden.1 Dabei wurden die Arbeiten deutscher und österreichischer Kartographiehistorikerinnen und Kartographiehistoriker etwas stärker berücksichtigt. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die  kartographiehistorische Forschung in Bezug auf fachliche Herkunft der Autoren und Fragestellungen zu fast allen Zeiten relativ heterogen auftrat. Somit stellen die im Weiteren skizzierten Strömungen notwendiger Weise Vereinfachungen dar. Es erscheint dem Autor dennoch sinnvoll, die verschiedenen Einflüsse auf einen rückschauend konstruierten Hauptstrom der Kartographiegeschichte aufzuzeigen und damit auch eine Periodisierung zu skizzieren.

The following article considers publications in the field of the history of cartography. It deals with questions like: when and with which research objectives, in which kind of scholarly environment and from which perspective did researchers publish works on the history of cartography? On the basis of an analysis of the main research objectives of works on the history of cartography, the tendencies of research history are studied and put into a chronological order.1 The works of German and Austrian historians of cartography are considered a little bit more closely. In principle, it can be determined that research on the history of catography has always been very heterogeneous regarding the field of study of the various authors and their research objectives. Therefore the tendencies described in the article are necessarily simplifications. Nevertheless, when considering the history of cartography, the author finds it reasonable to point out the different influences on a main  tendency, which was constructed retrospectively, and to also sketch a  chronology.

Analoge und digitale Karten – Perspektiven einer kombinierten Nutzung

Analogue and Digital Maps – Perspectives of a Combined Use

Christian Pauschert, Carola Tiede; München

Trotz gestiegener Popularität ist es digitalen Karten bisher nicht gelungen, die Papierkarten komplett zu verdrängen. Dieser Beitrag will anhand der  Ergebnisse aus drei Jahren Erfahrungen im Projekt NavAD (Navigationsunterstützung durch Verknüpfung analoger und digitaler Karten) beleuchten, wo die inhärenten Vorteile von Papierkarten liegen, und wo sie den digitalen Entsprechungen unterlegen sind. Des Weiteren werden verschiedene Konzepte vorgestellt, wie die mediale Kluft zwischen Papier und digitalem Medium überwunden werden kann, was eine kombinierte Nutzung von Karten aus beiden medialen Bereichen möglich macht.

Despite their increases popularity, digital maps have not been able to replace  paper maps entirely. This paper wants to highlight where the inherent  advantages of paper maps are and where they are superior to their digital equivalents on the basis of three years experience in the project NavAD (navigation support through linking of analogue and digital maps). Further several concepts on how to overcome the media gap between paper and digital medium are presented allowing a combined use of maps from both media.

Globale Maße zur Beurteilung der Verzerrungseigenschaften kleinmaßstäbiger Karten

Describing the Global Distortion of Small Scale Maps

Norbert Rösch, Matthias Hercher; Karlsruhe

Es werden vier Maße zur Bestimmung der globalen Verzerrung kleinmaßstäbiger Karten vorgestellt und miteinander verglichen. Es sind dies die Verfahren von Peters, Capek, Canters und eine Größe, die auf dem Mittelwertsatz der Integralrechnung basiert. Grundlage für den Vergleich bildet eine Auswahl an  gängigen Abbildungen. Einige der Verfahren wurden dabei leicht modifiziert, um sie einander ähnlicher zu machen. Ziel der Analyse war es, mit Hilfe des jeweils untersuchten Maßes ein Ranking der ausgewählten Abbildungen zu erstellen. Dieses Ranking klassifiziert die Entwürfe in gut und weniger gut. Anschließend wurden die Verfahren untereinander in Beziehung gesetzt, um zu untersuchen, ob sie sich gegenseitig bestätigen. Diese Gegenüberstellung zeigte z. T. erhebliche Abweichungen im Ranking.

Four approaches to describe the global distortion of small scale maps are presented. These are the quantities of Peters, Capek, Canters and a quantity which is based on the first mean value theorem for integration. Some common projections are chosen to conduct an analysis. First the analysis of each  approach is performed according to its original definition and second the quantities are slightly modified to adapt them to one another. The analysis delivered a ranking of the projections. In the next step the rankings – each based on one of the quantities – are compared mutually. The comparison revealed significant differences in the rankings.

Bestimmung von Zwangsbedingungen für die Integration von Umweltdaten in kleinmaßstäbige DLM

Identifying of Constraints for the Integration of Enviromental Data in small-scale DLM

Christian Stern, Karlsruhe

Raumbezogene Umweltdaten werden Nutzern heute vielfach kostenfrei über verschiedene Geoportale und Geodatenviewer zur Verfügung gestellt, die im Rahmen der Bestrebungen zur Schaffung einer einheitlichen  Geodateninfrastruktur geschaffen wurden. Oft werden dabei die hoch aufgelösten Umweltdaten zusammen mit kleinmaßstäbigen Kartengrundlagen visualisiert, was zu fehlerhaften Darstellungen der räumlichen Beziehungen führt. Der nachfolgend beschriebene Ansatz versucht Zwangsbedingungen zu ermitteln, die für die Integration von geometrisch genauen Umweltdaten in kleinmaßstäbige DLM gelten und als „allgemeingültige“ Regeln betrachtet  werden können.

Nowadays spatial environmental data is often provided free of charge to users through various geoportals and geodata viewers that were created as part of the effort to establish a common infrastructure for spatial information. Often, the high-resolution environmental data is visualized together with small-scale base maps, which leads to erroneous representations of spatial relations. The approach described below attempts to identify constraints that apply to the integration of geometrically exact environmental data in small-scale DLM and can be considered as “universal” rules.