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The ganz revidierte Druck of Ferrari‘s Wall Map of Suriname: A unique Example of Dutch-German Cooperation in the Field of Educational Cartography

Der ,ganz revidierte Druck‘ von Ferraris Wandkarte von Surinam: Ein einzigartiges Beispiel niederländisch-deutscher Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Schulkartographie

Lowie Brink, Nijmegen (The Netherlands)

German educational cartography influenced the design of Dutch school atlases and school wall maps in many ways. However, the second edition (1969) of F. Ferrari‘s wall map of Suriname (1955) presents a unique example of actual cooperation between Dutch and German educational cartographers. W. Painke, of the West German cartographic publishing house Justus Perthes, using directions and sources compiled by geography teacher Ferrari, redesigned the first edition of Ferrari‘s school wall map published by Dijkstra. The cooperation resulted in a much improved physical wall map on which Suriname is clearly, accurately and vividly represented. As could be expected considering the longstanding tradition of the acclaimed Haack-Painke physical wall maps, the relief is depicted with a plasticity unrivalled in maps of Suriname.

Die deutsche Schulkartographie beeinflusste den Entwurf von niederländischen Schulatlassen und Schulwandkarten in verschiedener Weise. Die zweite Ausgabe (1969) von F. Ferraris Wandkarte von Surinam (1955) liefert jedoch ein einzigartiges Beispiel von wirklicher Zusammenarbeit zwischen niederländischen und deutschen Schulkartographen. W. Painke vom westdeutschen Kartenverlag Justus Perthes berichtigte, unter Verwendung von durch Geographielehrer Ferrari kompilierte Anweisungen und Quellen, die im Dijkstra Verlag erschienene, erste Ausgabe von Ferraris Schulwandkarte. Die Zusammenarbeit ergab eine stark verbesserte, physische Wandkarte, auf der Surinam anschaulich, akkurat und lebhaft abgebildet ist. Wie zu erwarten war, mit Rücksicht auf die langjährige Tradition von den gerühmten, physischen Haack-Painke-Wandkarten, zeigt die Geländedarstellung eine Plastizität, die beispiellos ist in den Karten von Surinam.

Barrierefreie Karten: Entwicklung einer webbasierten Desktop- und mobilen Anwendung für sehbeeinträchtigte und blinde Personen

Accessible Maps: Developing a Web Based Desktop and Mobile Application for partially sighted or blind people

Fritz Zobl, Sabine Hennig, Salzburg (Österreich); Julia Neuschmid und Wolfgang W. Wasserburger, Schwechat (Österreich)

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an webbasierten Karten, mit deren Hilfe Städte, Regionen oder Länder von zu Hause oder mit mobilen Endgeräten vor Ort erkundet werden können. Personen mit Farbsinnstörung sowie sehschwache und blinde Menschen benötigen für die Informationsaufnahme aus Karten ein optimiertes User Interface- und Kartendesign, sowie für Sprachausgabe zugängliche Inhalte. Im Rahmen des AccessibleMap-Projektes wurde daher basierend auf empirischen Untersuchungen und dem Einsatz geographischer Informationstechnologien eine prototypische Desktop- und auch mobile Applikation eines barrierefreien Stadtplanes anhand eines Wiener Testgebietes entwickelt und umgesetzt. Dies soll auch Personen mit Sehbeeinträchtigung die Nutzung von webbasierten Stadtplänen erleichtern.

Today cities, regions or countries can be discovered easily from home or on-site with the help of web-based maps. They assist to discover streets, districts and squares by supporting orientation, mobility and feeling of safety. Nevertheless do online maps still belong to those elements of the web which are hardly or even not accessible for colourblind, partially sighted or blind people. Therefore the main objective of the AccessibleMap project was to develop methods for designing web-based city maps in a way that they can be better accessed – either on Desktop computers or mobile devices – by people affected by colour vision deficiency, limited sight or blindness in various application areas of daily life. Developments have been tested in a district of Vienna.

Die Nutzung räumlicher Information im Naturschutz – Kartographie und Geoinformatik im Wandel der Zeit

The Use of Spatial Information in Nature Conservation – Cartography and Geomatics in Course of Time

Michael Bilo, Bonn

Aus der rückblickenden Betrachtung der Einführung kartographischer Methoden in den Naturschutz werden unterschiedliche Stadien der Kartographie sowie der Einführung geoinformationstechnischer Methoden im Naturschutz beleuchtet. Der Streifzug beginnt bei der rein deskriptiven Visualisierung von Objekten der natürlichen Umgebung, stellt erste vergleichende und bewertende Darstellungen dar und endet bei der GIS-gestützten quantitativen Analyse von Flächen. Auch die aktuelle Nutzung von Naturschutzinformationen in nationalen Geodateninfrastrukturen wird tangiert. Die zukünftigen Entwicklungen werden durch den Einsatz mobiler Endgeräte, verteilter Datengrundlagen und das Zusammenwachsen von Geoinformatik und Sachdatenmanagement geprägt.

Several phases of cartography and the implementation of GIS in nature conservation are described from a retrospective point of view. The implementation of cartography started with the pure descriptive visualization of natural objects, followed by a comparative and evaluative depiction and ended with an GIS-based quantitative analysis of areas. The current use of conservation data in national geo-databases is also affected. Future developments are formed by mobile devices, shared databases, and merging of geo-informatics and management of technical data.

European Location Framework – Von Daten zu Diensten

European Location Framework – From Data to Services

Anja Hopfstock, Frankfurt am Main

Benötigen Sie Georeferenzdaten mit europaweiter Abdeckung für Ihre Aufgaben? Dann könnte Sie das „European Location Framework“ als Quelle für amtliche Georeferenzdaten aus Europa interessieren. Ziel des Projekts „The European Location Framework“ (ELF) ist es, die Nutzung von amtlichen Georeferenzdaten in Europa durch die Schaffung einer zukunftsfähigen technischen Infrastruktur zu vereinfachen. Über die ELF-Plattform werden verschiedene cloud-basierte Geodatendienste sowie Werkzeuge für die Datenharmonisierung bereitgestellt. Für eine nachhaltige Einbindung der Georeferenzdaten in neue Anwendungen werden einfache Nutzungsbedingungen erarbeitet. Der Artikel basiert auf einem einführenden Vortrag zum ELF-Projekt im Rahmen der Intergeo 2013.

Does European location matters to you? Then you might be interested to learn more about the European Location Framework that will provide one reference geo-information source for Europe. The European Location Framework (ELF) project will deliver a first implementation of a sustainable technical infrastructure which enables users to gain access to authoritative, interoperable and harmonised geospatial reference data across Europe. The ELF platform will provide cloud-based services such as search, viewing or download services as well as geotools for data harmonisation. The article is based on a presentation on ELF project at the Intergeo 2013.